Müllheizkraftwerk

Müllverbrennung und Umweltschutz

Das Müllheizkraftwerk der AWG auf Korzert ist für die regionale Abfallentsorgung unverzichtbar und seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1976 rund um die Uhr an jedem Tag des Jahres in Betrieb. Nach über 40 Jahren kontinuierlichen Betriebs stammen nur noch wenige Aggregate und Bauteile - beispielsweise die Turbine oder der Schornstein - aus den Anfangsjahren. Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme eines neuen Verbrennungskessels - als Ersatz für einen Kessel der 2. Generation - hat 2014 der dritte Erneuerungszyklus der technischen Anlagen des Müllheizkraftwerks begonnen.

Etwa ein Viertel der Verbrennungsmenge des MHKWs verbleibt als Schlacke bei der AWG und wird in der Schlackenaufbereitung behandelt. Diese Anlage wurde im Jahre 2014 komplett erneuert und ist damit technisch auf dem zur Zeit modernsten Stand in Deutschland. Neben einer Verbesserung des Umweltstandards der Anlage, u.a. durch eine vollständige Überdachung der Rohschlackenhalde, steht nun die technisch fortschrittlichste Sieb- und Seperationstechnik zur Verfügung, um Metalle aus den Schlacken auszusortieren.

Die bei der thermischen Nutzung der Abfälle im Müllheizkraftwerk der AWG frei werdende Energie, wird in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zur Strom- und Wärmeversorgung in Wuppertal verwendet. Neben seinem Hauptzweck der Verbrennung von Abfällen wird die Abgabe der vom MHKW produzierten Wärme für die Versorgung der Wuppertaler Bevölkerung immer wichtiger. So ist der Ausbau der "Fernwärmeschiene Süd" aktuell weitestgehend abgeschlossen und das MHKW versorgt nun auch die ehemaligen Kasernenflächen auf Lichtscheid und die neuen Justizbauten mit Fernwärme.

Die Bedeutung des Müllheizkraftwerks für die Wärmeversorgung in Wuppertal wird in den kommenden Jahren enorm steigen, wenn zum Ende des Jahrzehnts das Wärmenetz auf der Talachse der Stadt mit dem MHKW verbunden ist. Zurzeit wird die verbindende Fernwärmeleitung vom Müllheizkraftwerk Korzert bis zum Anschlusspunkt Arrenberg gebaut, um damit voraussichtlich ab dem Jahr 2018 auch die Talachse mit Fernwärme aus dem Müllheizkraftwerk zu versorgen.

Rohre für Fernwärme

Über 50 % der Abfälle, die im Müllheizkraftwerk der AWG verbrannt werden, sind biogenen Ursprungs. In der Folge hat die AWG, als eines der ersten Müllheizkraftwerke Deutschlands, Herkunftsnachweise für "Erneuerbare Energie" (EE) für über 50 % des von ihr ins Netz der WSW Energie & Wasser AG eingespeisten Stromes erhalten.

Daten und Fakten zum Müllheizkraftwerk - im Besonderen unsere Emissionswerte, aber auch weitere Messergebnisse finden Sie in der bei der AWG erhältlichen Broschüre "Umweltdaten".

Stand: 18.11.2017