Abfallwirtschaft

Sammel- und Abfallbilanz der AWG 2016

Sammel- und Abfallbilanz der AWG 2016 für das Stadtgebiet Wuppertal

Die Sammel- und Abfallbilanz der AWG (1) dokumentiert für das Jahr 2016, mit 403 kg Abfällen pro Wuppertaler Einwohner und Jahr eine fast konstante Abfallsammelmenge pro Einwohner gegenüber dem Jahr 2015. Die Steigerung der Sammelmenge insgesamt ist Ausdruck der gestiegenen Bevölkerungszahl.

Die Höhe des Abfallaufkommens liegt aber weiterhin im langjährigen Rahmen und immer noch weit unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Die vom NRW Umweltministerium (Siedlungsbilanz für das Jahr 2015) mit dieser AWG-Statistik vergleichbare Menge der Haushaltsabfälle beträgt 467 kg/E.

Die Wuppertaler Recyclinghöfe erfreuen sich weiterhin eines hohen Zuspruchs von Bürgerinnen und Bürger, die entgeltpflichtige Abfälle abgeben und die nicht kostenpflichtige Dienstleistungen der AWG in Anspruch nehmen. Weiterhin erfolgreich sind auch die aufgestellten AWG-Bücherboxen. Die Bemühungen der AWG Fremdanlieferungen aus Nachbarstädten an den Recyclinghöfen zu unterbinden, wurde ebenso weiter aufrechterhalten, wie die Kontrolle und Unterbindung gewerblicher Anlieferungen von Sperrmüll, Grünschnitt und Bauschutt. Die die erfasste Sammelmenge insgesamt verbleibt auf einem vergleichsweise guten Niveau. Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Entwicklung einzelner Abfallfraktionen exemplarisch in Bezug auf Einwohnerzahl und Jahr:

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Die Summe der Bioabfälle erreicht das Vorjahresniveau nicht ganz, da über mehrere Monate hinweg die separat auf den Recyclinghöfen gesammelten Altholzmengen - wegen einer Verwerfungen des Marktes für die hochwertige Verwertung dieser biogenen Materialien - keinen Abfluss in diesen Verwertungsweg fanden. Diese Teilmengen sind in Folge als Sperrmüll im MHKW entsorgt worden.

Die Anzahl der Bioabfallbehälter konnte erneut um ca. 2.440 Behälter gesteigert werden - nunmehr sind fast 31.700 Behälter aufgestellt.

Das andauernde Ärgernis der illegalen und gesetzeswidrigen Schrott- und Elektroaltgerätesammlungen Dritter und das systematische Durchsuchen und Berauben des Sperrmülls bleibt leider weiterhin bestehen. Im Zusammenhang mit der turnusmäßigen Sperrmüllsammlung ist die Sammlung von Elektroaltgeräten bzw. Elektroschrott deshalb weiterhin mit einem hohen personellen und organisatorischen Aufwand verbunden.

Erfreulich ist weiterhin das Ergebnis der Sammlung von Elektroaltgeräten bzw. Elektroschrott über die Recyclinghöfe und über die ca. 420 Sammelcontainer an den Wertstoffsammelplätzen.

Der Markt für Alttextilien ist weiter umkämpft. Eine Vielzahl von willkürlich, oft ohne Genehmigung der Grundstückseigentümer, aufgestellte Sammelcontainer, aber auch Diebstähle aus den Sammelcontainern der AWG, verweisen auf die Wertigkeit der Alttextilien, auch wenn das Preisniveau für Alttextilien nicht mehr die Höhe der Vorjahre erreicht. Es bedarf großer administrativer und personeller Anstrengungen, diese negativen Entwicklungen einigermaßen im Zaum zu halten, u.a. durch eine intensive, auch juristisch abgesicherte Überwachung der Sammlungen und in der Folge ggf. Entfernung der illegalen Container.

Auch im Berichtsjahr verzeichnet die neu eingerichtete stationäre Schadstoffsammlung der AWG auf dem Recyclinghof Bornberg eine wachsende Nutzerzahl. Gleichzeitig wurde die weiter bestehenden und nahezu täglich angebotenen - aber um einige Sammelstandorte reduzierte - mobilen Sammlungen gut frequentiert.

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(1) Die Abfall- und Sammelbilanz 2016 dokumentiert die Abfallmengen, die die AWG im Rahmen ihrer Straßensammlung und an ihren Recyclinghöfen aus Wuppertaler Privathaushalten gesammelt hat. Nicht erfasst sind alle Abfallmengen, die nicht der Überlassungspflicht an die Stadt Wuppertal unterliegen oder nicht der AWG angedient werden müssen. Dies gilt vor allem für die Abfälle aus Handel, Industrie und Gewerbe, aber auch für bestimmte Abfälle aus Privathaushalten, beispielsweise Bauschutt oder Abfälle aus Haushaltsauflösungen. Solche Abfälle, die von privaten Dritten (z. B. Containerdiensten) entsorgt werden, werden auch nicht immer im Müllheizkraftwerk Korzert entsorgt, vielmehr sind die Entsorgungswege der gewerblichen Müllentsorger sehr individuell und unterschiedlich. Deshalb gibt die Abfall- u. Sammelbilanz nur einen, in der Gesamtschau zwar sehr großen, aber eben nicht vollständigen Überblick über das Abfallgeschehen in Wuppertal.

Stand: 18.11.2017