Sammel- und Abfallbilanz der AWG 2010

FÜR DAS STADTGEBIET WUPPERTAL

Die Sammel- und Abfallbilanz 2010 dokumentiert die Abfallmengen, die die AWG im Rahmen ihrer Straßensammlung und an ihren Recyclinghöfen aus Wuppertaler Privathaushalten gesammelt hat. Nicht erfasst sind alle sonstigen Abfallmengen, etwa die gewerblichen Abfälle, die nicht der Überlassungspflicht an die Stadt Wuppertal unterliegen oder solche Abfälle, die nicht der AWG angedient werden müssen. Dies gilt vor allem für die Abfälle aus Handel, Industrie und Gewerbe, aber auch für bestimmte Abfälle aus Privathaushalten, beispielsweise Bauschutt oder Abfälle aus Haushaltsauflösungen. Solche Abfälle, die von privaten Dritten (z. B. Containerdiensten) entsorgt werden, werden nicht immer im Müllheizkraftwerk Korzert entsorgt, vielmehr sind die Entsorgungswege der gewerblichen Müllentsorger sehr individuell und unterschiedlich. Deshalb gibt die Bilanz nur einen, in der Gesamtschau zwar sehr großen, aber eben nicht vollständigen Überblick über das Abfallgeschehen in Wuppertal.

Die Sammel- und Abfallbilanz der AWG konstatiert für das Jahr 2010 eine nahezu gleichbleibende Abfallmenge. Wie im Vorjahr bewirkt der Einwohnerverlust von Wuppertal jedoch, bezogen auf das Pro-Kopf-Aufkommen, einen leichten Zuwachs. Mit nunmehr 415 kg pro Wuppertaler Einwohner und Jahr liegt das Ergebnis damit allerdings um 40 kg unter dem Bundesdurchschnitt (Bezugsjahr 2009) und sogar um 53 kg unter dem NRW-Durchschnitt (Bezugsjahr 2009).

Die Sammelmengen für Haus- und Sperrmüll sind in Summe nahezu unverändert. Das Gleiche gilt für die Menge der Bioabfälle; hier steht dem höheren Sammlungsergebnis der haushaltsnahen Sammlung über die Biotonne - nunmehr sind es 17.487 aufgestellte Behälter - eine geringere Sammelmenge von Grünabfällen an den Recyclinghöfen gegenüber.

Mittlerweile ist auch der jüngste, Ende des Jahres 2008 eröffnete 5. Recyclinghofes im Zentrum von Barmen (Münzstr.) etabliert, Damit ist das abfallwirtschaftliche Angebot der AWG im Bereich der Recyclinghöfe komplett. Die Wuppertaler Recyclinghöfe sind ein fester Bestandteil des Entsorgungsangebots der AWG mit weiterhin hohen Besucherzahlen. Neben den Besucherzahlen sind es aber auch die steigenden Abfallmengen, die auf den Recyclinghöfen entsorgt werden, die den Stellenwert dieser Einrichtungen unterstreichen. In diesem Zusammenhang werden die Bemühungen der AWG Fremdanlieferungen aus Nachbarstädten zu unterbinden, weiter aufrecht erhalten.

Die Sammelmenge von Altpapier im Jahre 2010 hat sich - auch durch die wachsende Zahl der kostenlosen Altpapiertonnen in den Haushalten - erfreulich gesteigert. Die Sammelmenge von Glas und Leichtverpackungen (LVP) entsprachen in etwa dem Vorjahresniveau.

Einen leichten Rückgang der Mengen zeigt das Ergebnis der Sammlung von Elektroaltgeräten bzw. Elektroschrott. Weiterhin hoch ist die Zahl der gesammelten Fernseher/Computerbildschirme und Leuchtstoffröhren/Energiesparlampen, während Kühlgeräte, aber besonders die sog. ?Weiße Ware" offensichtlich auf anderen Wegen entsorgt werden. Immer noch weit überdurchschnittlich ist in Wuppertal das Sammelergebnis für Elektroschrott/Kleingeräte.

Das Elektro-/ Elektronikschrottgesetz fordert eine durchschnittliche Sammelquote von 4 kg/Einwohner/Jahr. Wuppertal erzielte mit den Sammelmengen für Elektro- bzw. Elektronikschrott und Elektroaltgeräten mit ca. 7,5 kg pro Kopf und Jahr immer noch ein bundesdeutsches Spitzenergebnis. Dies ist das Ergebnis des bürgerfreundlichen Sammelsystems mit Abgabemöglichkeit an den Recyclinghöfen, kombiniert mit der haushaltsnahen Abholung dieser Materialien zum einen und der guten, weiter ausgeweiteten Kooperation mit den Wuppertaler Elektroeinzelhändlern und deren Annahme von Elektro-/ Elektronikschrott, zum anderen. Art, Umfang und Ergebnis der Sammlung von Elektro- bzw. Elektronikschrott und Elektroaltgeräten findet im Übrigen auch überregional Beachtung. So hat jüngst die Deutsche Umwelthilfe mit Hinweis auf die Wuppertal Praxis die Ergebnisse in besonderer Weise positiv herausgestellt.

Die komplette Abfallbilanz können Sie im PDF-Format hier downloaden: Abfallbilanz 2004 (PDF-Format)

Stand: 23.11.2017